Die Vergangenheit wirkt

„Der Umgang einer Gesellschaft mit dem Leben drückt sich im Umgang mit dem Leben aus. Da haben wir etwas aufzuarbeiten. Auch wenn der Anstoß politisch absolut unkorrekt formuliert wurde.“

Das habe ich vor ein paar Tagen in meinem Beitrag Absolut unkorrekt geschrieben. Über Genderama (völlig unkorrekt) bin auch einen Beitrag in Deutschlandradio Kultur gestoßen und ich fühle mich dadurch sehr bestätigt. Astrid von Friesen stellt da unangenehme Fragen:

„In Westdeutschland gab es – zum Glück – immer eine vehemente, hitzige und lautstarke Kritik an Erziehungsfehlern. Die DDR-Pädagogik jedoch scheint unter einer Schondecke zu ruhen. Niemand darf daran rühren. Und schon der vorsichtigste Kritiker wird unter den Generalverdacht des Verunglimpfens gestellt. Doch die Fragen müssen gestellt und beantwortet werden dürfen: Welche emotionalen Folgen hatten die Wochenkrippen, als Säuglinge von montags bis samstags abgegeben wurden? Wie wirkten Krippen-Gruppen mit mehr als zwölf Kindern pro Betreuerin? Wie war es in den staatlichen Kinderheimen und der strukturellen Gewalt dort? Man höre sich einmal die Malträtierten an, die bis heute um ihren Opferstatus kämpfen.“

Abschließend heißt es:

„In der Bibel heißt es: „Der Väter Sünden verfolgt uns bis ins vierte Glied.“ Man muss hinzufügen: Auch die Sünden der Mütter und die Sünden der offiziellen Erziehung.“

Wenn die gute Frau schon die Bibel zitiert, frage ich mich gleich, welchen Beitrag wir Christen dabei leisten können mit dieser „wirkenden Vergangenheit“ umzugehen?

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