Filmtipp: An die Grenze

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An dieser Stelle eine Filmempfehlung eines weniger bekannten, aber sehr genialen Film über die Zeit des kalten Krieges an der innerdeutschen Grenze. Ich habe den Film in der Bibliothek gesehen und hatte erst Zweifel, ob dies wirklich eine sehenswerte Produktion ist, doch ich wurde eines besseren belehrt.

Zur Story: Der 19jährige NVA Soldat Alex wird im Mai 1974 kurz vor der Fußballweltmeisterschaft an die innerdeutsche Grenze versetzt. Gegen den Willen seines Vaters hatte er sich entschieden zuerst zur NVA zu gehen und nicht gleich mit einem Studium zu beginnen. Gelockt mit der Aussicht seinen Traumberuf, den des Fotografen, zu erlernen, meldet er sich bei der NVA. Dort begreift er das die Ideale von Gleichheit, Demokratie und Menschenwürde Propaganda sind. Ständig beschäftigt ihn die Frage, was passiert, wenn jemand Anderes im Visier der Kalaschnikow auftaucht. Abwechslung bringen nur die WM-Spiele und ein Mädel namens Christine, die in ermutigt seinem Traum des Fotographen nachzugehen. Eine gelungene, nette Geschichte mit schönen Bildern, die einen in die DDR versetzen. Ein Film der zeigt, wie sich die DDR-Soldaten gefühlt haben müssen und was sie beschäftigt hat. Ein Film mit Witz, schönen Landschaftsszenen, eine packende Zeitreise mit Spannung, bei dem nur das Ende etwas flach gestaltet, den Zuschauer sehr abrupt aus dem Film reißt.         

Die historischen Fakts zum Film: 

1400 km Grenzzaun umfasste die deutsch-deutsche Grenze zwischen 13. August 1961 und dem 3. Oktober 1990.

In 28 Jahren dienten insgesamt 600.000 Männer in den Grenztruppen.

Die genaue Zahl der getöteten Flüchtlinge ist unbekannt. Man schätzt sie auf circa 600.

29 DDR-Grenzsoldaten fanden den Tod.

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