Fimtipp: Friedliche Zeiten

26. Sep 2008

Seit 18.09.2008 ist ein neuer Film in den Kino, der u.a. das Thema Ost-West zum Inhalt hat.

Zur Filmbeschreibung: Ende der 60er Jahre: Das Ehepaar Dieter (Oliver Stokowski) und Irene (Katharina Schubert sind aus der DDR in den Westen geflüchtet. Während der gut gelaunte Optimist sich wohlfühlt, bibbert Nervenbündel Irene vor dem Atomkrieg und bricht permanent Streitigkeiten mit ihrem Mann vom Zaun. Sehr zur Beunruhigung ihrer drei Kinder, vor allem der Töchter Wasa (Leonie Brill) und Ute (Nina Monka). Beide beschließen, eine Scheidung wäre das beste für alle.

Deutsch-deutsche Konflikte brechen exemplarisch auf in einer warmherzigen Tragikomödie mit viel Zeitkolorit, wenn der kalte Krieg unterm Nierentisch stattfindet, aber von einem Komplott der Kinder auf seine Art beendet werden soll. Lebendig, komisch, stark gespielt.

Hört sich interessant an. Der Trailer ist auch klasse. Ich würde sagen: Anschauen! Mehr Infos unter www.friedlichezeiten.de

Hier ist der Trailer:


Aufbau-Verlag insolvent

30. Mai 2008

Gerade lese ich, dass der Berliner Aufbau-Verlag Insolvenz angemeldet hat. Das macht mich irgendwie traurig, denn der Verlag veröffentlicht doch sehr wertvolle Bücher aus ostdeutscher Sicht. Gerade liegt bei mir aus diesem Verlag „Die Ostdeutschen als Avantgarde“ von Wolfgang Engler auf dem Schreibtisch. Aus diesem Buch werde ich in nächster Zeit einige Zitate bloggen.

Ich hoffe, dass der Verlag doch noch „gerettet“ werden kann.


Filmtipp: An die Grenze

22. Feb 2008

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An dieser Stelle eine Filmempfehlung eines weniger bekannten, aber sehr genialen Film über die Zeit des kalten Krieges an der innerdeutschen Grenze. Ich habe den Film in der Bibliothek gesehen und hatte erst Zweifel, ob dies wirklich eine sehenswerte Produktion ist, doch ich wurde eines besseren belehrt.

Zur Story: Der 19jährige NVA Soldat Alex wird im Mai 1974 kurz vor der Fußballweltmeisterschaft an die innerdeutsche Grenze versetzt. Gegen den Willen seines Vaters hatte er sich entschieden zuerst zur NVA zu gehen und nicht gleich mit einem Studium zu beginnen. Gelockt mit der Aussicht seinen Traumberuf, den des Fotografen, zu erlernen, meldet er sich bei der NVA. Dort begreift er das die Ideale von Gleichheit, Demokratie und Menschenwürde Propaganda sind. Ständig beschäftigt ihn die Frage, was passiert, wenn jemand Anderes im Visier der Kalaschnikow auftaucht. Abwechslung bringen nur die WM-Spiele und ein Mädel namens Christine, die in ermutigt seinem Traum des Fotographen nachzugehen. Eine gelungene, nette Geschichte mit schönen Bildern, die einen in die DDR versetzen. Ein Film der zeigt, wie sich die DDR-Soldaten gefühlt haben müssen und was sie beschäftigt hat. Ein Film mit Witz, schönen Landschaftsszenen, eine packende Zeitreise mit Spannung, bei dem nur das Ende etwas flach gestaltet, den Zuschauer sehr abrupt aus dem Film reißt.         

Die historischen Fakts zum Film: 

- 1400 km Grenzzaun umfasste die deutsch-deutsche Grenze zwischen 13. August 1961 und dem 3. Oktober 1990.

- In 28 Jahren dienten insgesamt 600.000 Männer in den Grenztruppen.

- Die genaue Zahl der getöteten Flüchtlinge ist unbekannt. Man schätzt sie auf circa 600.

- 29 DDR-Grenzsoldaten fanden den Tod.